Mai 1991 - Juni 1995

Olivier

Wir befinden uns in den späten achtziger Jahren. Wie an vielen anderen Schulen beginnt sich eine neue Sportart im Spielteil der Turnstunden festzusetzen. Das alt-ehrwürdige Landhockey wird von einem schnellen und dynamischen Spiel abgelöst, Unihockey beginnt in grossen Schritten zu boomen. So auch an der Oberstufenschule Mettmenstetten. Es besteht die Möglichkeit, Unihockey als Freifach zu nehmen und trotzdem haben einige ihren Hunger nach Unihockey noch nicht gestillt. Es entstehen erste Pläne, gemeinsam einen Verein zu gründen. Schon bald werden diese Pläne umgesetzt und am 1. Mai 1991 wird unter dem Namen "Unihockey-Club Dragons Knonau" das Fundament für den zweiten Säuliämtler-Verein dieser Sportart gegründet. Der Boom erreicht einen rasanten Ausbruch, denn kurz darauf gibt es weitere Verein, die Unicorns aus Mettmenstetten und die Magic Sticks Obfelden. Bei den Dragons amtet als erster Präsident Olivier, wobei zu Beginn der Vorstand mit 4 Personen die Hälfte aller Aktivmitglieder stellte. Nun lernt man ja an der Grundschule Französisch, Deutsch, Geschichte, Geographie, Algebra, Geometrie und vieles weiteres, aber nicht wie man einen Sportverein führt. Da gibt's doch Generalversammlungen, Jahresrechnungen, Lizenzen, Tenü's und anderes, das besorgt werden muss. Die erste Schritte gestalteten sich mehr oder weniger erfolgreich, doch leider führten diverse Versäumnisse für unvorgesehene Bussen, welche den finanzschwachen Verein immer wieder kurz vor das Aus trieben. Der Präsident mühte sich redlich und sorgte teilweise mit eigenen finanziellen Vorschüssen dafür, dass man sich über dem Wasser halten konnte. 

Auch sportlich war aller Anfang schwer. Die ersten vier Training fanden in der Pestalozzi-Stiftung statt, für die Anwesenden legendäre Stunden. Die superkleine Halle bot an und für sich keine geeignete Trainingsfläche und so freute man sich, dass man bald in Maschwanden trainieren konnte. Ab 20.30 begann jeweils das Training, dass natürlich auch von Olivier geleitet wurde, da man keine andere Möglichkeit hatte, bzw. niemand gewillt war, diesen Posten zu übernehmen. Die Meisterschaft bei Junioren B wurde ein abenteuerliches Erlebnis, Resultate wie 3:20, 5:29, 0:15 sprechen wohl für sich. Es gelang ein sportlicher Sieg, gegen den UHC Zürich, der Hauptkonkurrent um den letzten Platz. Dazu kam ein Forfaitsieg, so dass man mit 4 Punkten aus 18 Spielen dastand. Unter den Niederlagen waren zwei besonders peinlich; die beiden 0:5 Forfaits wegen Nichterscheinen waren ein absoluter Negativhöhepunkt der bereits angesprochenen Versäumnisse. 

Die weiteren Meisterschaftssaison sahen nicht mehr ganz so schlimm aus, oftmals konnte man Spiele ausgeglichen gestalten und es gelang vermehrt, mal mit einem oder mehreren Punkten von einer Runde zurückzukehren. Aber ein Platz im untersten Mittelfeld war immer für die Dragons reserviert. 

Seitens des Vorstands gab es auch Zeichen der Besserung. Mit fortlaufender Dauer vergrößerte sich die Zahl der Aktivmitglieder und in unregelmäßigen Abständen erschien ein eigenes Klubheft. Die Vorstandsleitung lernte fortlaufend dazu und so wurden auch die Bussen seltener. Man war sich jedoch bewusst, dass die Dragons weiterhin nur durch das enorme Pensum von Olivier überleben konnte. Umso größer war natürlich die Unsicherheit, als der größte Teil des bisherigen Vorstands nach vier Jahren beschloss, kürzer zu treten und die Geschicke in neue Hände zu legen. Olivier versuchte in langen Gesprächen Kandidaten zu überzeugen, dass sie ein geeigneter Kandidat wären, aber erst anlässlich der Generalversammlung fand man mit Urs einen neuen Präsidenten.

» 1991 - 1995
   Olivier

» 1995 - 2000
   Urs

» 2000 - 2003
   Eman

» 2003 -
   Stefan Furter



Juni 1995 - Oktober 2000

Urs

Mit Urs übernahm ein Gründungsmitglied den Verein, der nach wie vor auf wackligen Füssen stand. Finanzielle Reserven waren keine vorhanden und auch sportlich hatte sich die Mannschaft nach je zwei Saisons bei den Junioren A und B nicht gross weiterentwickelt. Es galt vorab, das Weiterexistieren des Vereins zu sichern und insbesondere die Dragons in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Wie man das erfolgreich angeht, konnte man beispielslos bei den Unicorns sehen und so war man bei den Dragons bemüht, das Image des "Feld-, Wald- und Wiesenverein" abzulegen. Im ersten Jahr waren noch keine grossen Fortschritte auszumachen, doch in den nachfolgenden Jahren wurden die Dragons aktiver. Erste öffentliche Auftritte an der Chilbi, gut organisierte Meisterschaftsrunden, ein erneuertes Klubheft und steigende Mitgliederzahlen waren die Folge. Der Name Dragons verbreitete sich und auch im Meisterschaftsbetrieb liessen sich erste Erfolge feiern.

Nach der Saison 1995/1996, welche ein Ebenbild der vorangegangenen Jahren war, machte man eine Saison später einen ersten grösseren Schritt und beendete die Saison in der 4. Liag mit 16 Punkten auf dem sechsten Platz. Dieser Erfolg brachte neue Spielerkandidaten zu den Dragons und Saison um Saison kletterte man rangmässig und punktemässig höher. Nachdem Urs sein Traineramt niederlegt, welches er im Zuge des Präsidentenposten auch übernommen hatte, waren die Dragons erstmals mit einen wirklichen Trainer am Werk, welcher der Mannschaft weitere Impulse geben konnte.

Bis Ende der Saison 1998/1999 bestand der Verein aber weiterhin nur aus einer Mannschaft. Inzwischen war die Mitgliederzahl derart angestiegen, dass sich die Gründung eines zweiten Teams aufdrängte. Schon in der darauffolgenden Saison startete man mit zwei Mannschaften, was dem Verein sehr zu gute kam. Dragons 1 stieg Ende Saison in die dritte Liga auf, was der erste Aufstieg überhaupt in der nun bereits 9 Jahre dauerenden Clubgeschichte war.

Mit dem Wachstums des Vereins entstanden jedoch auch neue Probleme. Der Verein wandelte sich und durch die zweite Mannschaft stellte sich vermehrt die Frage nach der idealen Kommunikation. Auch die Ziele des Vereins blieben umstritten, denn die Grösse des Vereins brachte auf der Gegenseite einen administrativen Mehraufwand mit sich. Die erhöhte Öffentlichkeitsarbeit zeigten zwar den gewünschten Erfolg, denn es wurden vermehrt Sponsoren und Passivmitglieder gefunden. Auf der anderen Seite zogen nicht immer alle Mitglieder am gleichen Strick.

Diese Problematik zeigte sich bei der Rücktrittsankündigung von Präsident Schneiter anfangs 2001. Die Suche blieb erfolglos und bei der Generalversammlung wurde keine neuer Präsident gefunden. Erst einige Monate später übernahm mit Eman ein weiterer Knonauer die Führung der Dragons.



Oktober 2000 - Juni 2003

Eman

Anlässlich einer Teamsitzung erklärte Eman, das Amt des Präsidenten zu übernehmen. Dies wurde anlässlich der Generalversammlung anfangs Oktober beschlossen, gerade in der Woche in der die neue Meisterschaft begann. Ganz klar stand natürlich vor allem die erste Meisterschaft in der dritten Liga im Mittelpunkt. Die Mannschaft um Trainer Doornveld überzeugte mit attraktivem Unihockey und einer neu gewonnenen Konstanz, die nur durch unnötige Niederlagen gegen Ruswil und Rotkreuz den allenfalls möglichen Aufstieg in die zweite Liga verhinderten. Die schlagkräftige Mannschaft wird nun auf die kommende Saison von Ex-Präsident Schneiter geführt. 

Die zweite Mannschaft entwickelte sich völlig gegensätzlich mehr und mehr zu einem Problemfall. Obwohl an und für sich genügend lizenzierte Spieler vorhanden gewesen wären, war der Trainingsbetrieb durch viele Absenzen nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Die Mannschaft fand sich am Ende auf dem Vorletzten Platz. Kurz vor Saisonende übernahm der Trainer der ersten Mannschaft, Walter Doornveld auch die Führung der zweiten Mannschaft und wird nun eine neue Mannschaft, mit neuen Kandidaten offen.



Juni 2003 -

Stef

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